Welcome. This is a blog about Information Architecture, Webdesign, Webdevelopment and everything else that I might find interesting. I write about my work, my experiences and what I read on the web. Enjoy!

Archive for the ‘Old (German)’ Category

12
Januar 2009

Marketing im neuen Web – Zurück in die Zukunft

„Märkte sind Gespräche“ postulierte das Cluetrain Manifest (Levine, 1999) im Jahr 2000.

„For thousands of years, we knew exactly what markets were: conversations between people who sought out others who shared the same interests. Buyers had as much to say as sellers. They spoke directly to each other without the filter of media, the artifice of positioning statements, the arrogance of advertising, or the shading of public relations.“ (Levine, 1999).

Der Wandel begann mit der zunehmenden Industrialisierung und der steigenden Produktion von Gütern. Die Entstehung von Massenmärkten und der Wandlung vom Kunden zum Konsumenten machte neue, massentaugliche Formen der Werbung nötig. Die zunehmende Verbreitung von Massenmedien gab der Werbung neue Möglichkeiten weitere Zielgruppen anzusprechen. Zu jedem Produkt gab es eine Botschaft die auf so vielen Wegen wie möglich verbreitet werden musste. Noch heute werden Konsumenten über verschiedenste Kanäle mit Werbebotschaften bombardiert. Sie werden wie die Produkte, für die sie stehen, zur Massenware die über den Kanal Massenmedien vertrieben werden. (mehr…)

11
Januar 2009

[Design] Wrap-Up: User Experience, Color Inspirator, Photoshop Actions, Design Inspiration, Usability Tipps und mehr.

Im heutigen Wrap-Up geht es ganz allein um das Thema Design. Genauso wie im normalen Wrap-Up werde ich hier immer mal wieder interessante Artikel aus der Welt des Designs verlinken. Und los gehts mit:

Was ist eigentlich User Experience [UX] Design?
Das fragen sich wohl viele, die mit dieser neumodischen Bezeichnung nicht viel anfangen können. Mashable.com befasst sich in einem Artikel nun hauptsächlich damit, was UX nicht ist. Ich würde User Experience ganz einfach mit dem Ziel beschrieben, die Erlebnisse und Interaktionen eines Nutzers mit einer Applikation so einfach, problemlos und unter Umständen spannend zu machen, wie es die Applikation und deren Context erlaubt. Wer sich schonmal mit völlig unnavigierbaren, umständlichen Applikationen herumgeschlagen hat, wird wissen wie elementar UX wirklich sein kann (ich sag nur Windows vs. MacOS).

 (mehr…)

10
Januar 2009

Kommentar: Digital Natives verzichten gerne auf Privatsphäre

Gerade lese ich bei Klaus Eck, auch bekannt als PR Blogger, dass viele Jugendlichen von heute, oder auch “Digitall Natives”, wie er sie so schön nennt, eine Auffassung von Privatsphäre besitzen, welche sich stark von der früherer Generationen unterscheidet. Laut der amerikanischen Studie “Display of Health Risk Behaviors on MySpace by Adolescents” enthielten rund 54% der öffentlichen Profile jugendlicher Myspace-Nutzer Informationen über eigentlich private Vorlieben und Geschehnisse. Dass diese Informationen auch noch Jahre später auffindbar sind, darüber scheinen sich die betreffenden Personen nicht im klaren zu sein, oder es ist ihnen teilweise schlicht egal. Beides deutet jedoch auf ein ausgeprägten Mangel an Medienkompetenz hin.

 (mehr…)

05
Januar 2009

Kommentar: Social Networks und die Suche nach einem Geschäftsmodell

Die Suche nach einem funktionierenden Geschäftsmodell beschäftigt Social Networks und die themennahen Fachleute schon länger. Wie lässt sich mit Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ überhaupt Geld machen? Dass das Werbemodell nicht ausreicht sieht man unter anderem an den desaströsen Zahlen von StudiVZ, und auch Facebook ist trotz der technisch besseren Aufstellung nicht erfolgreicher.

 (mehr…)

05
Januar 2009

Wrap-Up zum Jahreswechsel

So, nun sind wir also im Jahr 2009 angekommen. Es wird also Zeit, mich nach meinem kurzem Urlaub wieder etwas mehr um den Blog zu kümmern. Das schöne am Jahreswechsel ist, dass viele ebenfalls etwas weniger schreiben, und man dadurch nicht soviel verpasst. Im Folgenden versuche ich aber trotz allem einige, aus meiner Sicht interessante Artikel aufzulisten. Ich habe das “Format” dieser Zusammenfassungen einfach mal Wrap-Up genannt, was ich frecher weise von Seedfinance geklaut habe. Ich hoffe man möge es mir verzeihen. Hier also nun einige interessante Artikel der letzten zwei Wochen.

Hackintosh - Wie PCs zu Macs mutieren
Der Blog www.digitalesgrundrauschen.de beschäftigt sich im aktuellen Podcast mit dem Thema Hackintosh - der Installation von MacOS, der Apple-Betriebssystem, auf herkömmlichen Windows-PCs. Die Installation ist sicher nichts für PC-Neulinge, aber diverse Installationspakete wie Leo4all oder Kalyway machen es dem Anwender inzwischen um einiges leichter. Der Umstieg Apples auf Intel-Hardware tat dann ihr übriges.

Facebook verklagt Power.com
Das Social Network Facebook verklagt Power.com, einen Service, der das Verwalten mehrerer Social Network-Profile, Email-Accounts sowie Instant Messager Profile erlaubt. Power.com “soll gegen das Urheberrecht, das Wettbewerbsrecht und weitere US-Rechtsnormen verstoßen”. Unabhängig von dieser Klage glaube ich, dass wir in Zukunft vermehrt “Meta-Services” sehen werden, die versuchen, das Handling der verschiedenen Identitäten unter einem Dach zu bündel.  Dieser Trend wird parallel zu dem Bestreben nach einem Single-SignIn-System wie OpenID oder Facebook Connect stattfinden.

Hulu.com soll Onlineplattform für Musikvideos werden
Noch vor kurzem habe ich mich über die Musikindustrie im Zusammenhang mit Youtube aufgeregt, und nun lese ich, dass Hulu.com nun im Fokus der Industrie steht. Das Joint-Venture aus News Corp. und NBC soll die zentrale Plattform für Musikvideos werden. Hier zu Lande ist Hulu.com noch relativ unbekannt, da der ganze Videokatalog bisher nur für den amerikanischen Markt freigegeben ist.

Iphone 3G unlocked
Es hat lange gedauert, aber nun ist auch das neue iPhone3G geknackt worden. Das auf den interessanten Namen “Yellowsn0w” getaufte Tool ermöglicht es in kurzer Zeit, mit Sim- oder Netlock belegte iPhones für alle Netze frei zu schalten. Damit ist es nun möglich, auch mit anderen Providern wie O2 oder Eplus das iPhone zu nutzen. Zu bedenken ist jedoch, dass jedes Update höchst wahrscheinlich den Hack rückgängig machen wird. Wen das aber nicht stört, oder wer z.B. im Ausland gerne auf Prepaidkarten zurückgreifen möchte, dem steht nun auch die von T-Mobile unabhängige iPhonewelt offen.

Seedfinance Wrap-Ups
Zugegeben, es ist etwas komisch in einem Wrap-Up auf andere Linksammlungen zu verweisen, aber Seedfinance hat ganze 4 Artikel mit Kurzberichten zu interessanten Artikeln, also warum alles doppelt schreiben wenn man auf einen guten Blog verlinken kann? Die Jungs von Seedfinance befassen sich mit folgenden Themen:

Wrap-up #1: Preisbock, Roccatune, Google Ideas, Gründerinitiative Forum Kiedrich, Florida
Wrap-up #2: Michael Arrington (TechCrunch), Hasso Plattner, Founderlab, Tiburon.TV, Wikipedia
Wrap-up #3: Amiando, Spotify, US-Weihnachtsgeschäft, Amazon, Team Europe Ventures
Wrap-up #4: Smava, FuckedCompany, AdultFriendFinder

Interessantes aus der Grafikwelt

Auch in der Grafikwelt hat sich wieder einiges getan, und einige interessante Tutorials oder Beispielsammlungen haben das Licht der Welt erblickt. Hier nun ebenfalls eine kurze Linksammlung:

- 50 Excellent Adobe Illustrator Video Tutorials

- Looking Back On 2008 With Top Web Designers

- Smashing Highlights 2008

- The Beauty Of Street Photography - Sehr schön für alle die sich für Fotografie interessieren (habe mir selber gerade eine Nikon D80 gekauft um in der Hinsicht mehr zu machen)

- 70 Beautiful Dual-Screen Desktop Wallpapers - Es kann richtig schwierig sein, schöne Wallpaper in dieser Größe zu finden. Eine nette Sammlung gibt es hinter voranstehenden Link.

- 50 Excellent Digital Photography Photoshop Tutorials - Und noch mehr aus der Fotoecke

- Online Advertising And Its Impact On Web Design - Interessant für Webdesigner

Für die CSS-Coder mag folgender Artikel interessant sein, welcher sich mit nützlichen CSS-Tools beschäftigt.


Soviel zum ersten Wrap-Up des Jahres. Auf dass noch viele folgen mögen.

04
Januar 2009

Urlaub vorbei, weiter gehts!

So, nun bin auch ich wieder zurück aus dem Urlaub und wünsche euch allen erst einmal ein frohes neues Jahr 2009! Ich hoffe ihr seid alle gut rein gekommen! Ich muss nun erstmal wieder einiges aufholen, da ich die letzten 2 Wochen kaum verfolgt habe, was so alles passiert ist. Ich hoffe dass es dann ab morgen wieder weiter geht. Auf ein erfolgreiches Jahr 2009!

24
Dezember 2008

Immer mehr Ärger um StudiVZ

studvzlogoDas StudiVZ steht zur Zeit nicht unter dem besten Stern, denn nun bekommt die Holtzbrinck-Tochter Ärger an einer weiteren Front. Laut einem Bericht der FTD erwägen die früheren Anteilseigner und Gründer Dasiani und Suter den Verlag “wegen nicht gemachter Abmachungen zu verklagen”.

Hierbei geht es wohl im Speziellen um die performanceabhängigen Zahlungen, die Dasiani und Suter neben der einmaligen Zahlung von geschätzen 85Mio Euro zustehen. Als Begründung für die mögliche Klage geben die Beiden an, dass das Nicht-Erreichen bestimmter Meilensteine (Reichweite, Umsatz etc.), an welche die Zahlungen geknüpft waren, durch die Unternehmensführung mitverschuldet wurde. Wie z.B. eine Öffnung von StudiVZ für externe Applikationen der VZ-Gruppe mittel- und langfristig hätte helfen können, kann man im Artikel “Der StudiVZ-Effekt, Teil 2: Plattform- statt Portaldenken” nachlesen.

Auf vielen Blogs lese ich zur Zeit, dass der große Konkurrent Wer-kennt-wen.de den großen Nutzen aus der Misere bei Holtzbrinck ziehen wird. Ich persönlich bin nicht sicher, ob die Probleme bei StudiVZ einen großen Einfluss auf den Erfolg von WKW haben werden, denn letzten Endes stehen beide Netzwerke vor dem gleichen Problem - der Monetarisierung. Auch bei WKW sehe ich hier noch keine viel versprechenden Ansätze in dieser Richtung. Und nachdem die beiden Gründer im kürzlich erschienenen FAZ-Interview verkündeten, gerade aus Rücksicht auf die weniger internetaffine Nutzergemeinde von WKW, auf große technische Neuerungen (wie eine API) zu verzichten, wird hier wohl ein anderes Model für stärkere Einnahmen sorgen müssen.

Auch PR-seitig werden wohl viele Nutzer von WKW die Probleme bei Holtzbrinck nicht mitbekommen, da WKW ja gerade eine Zielgruppe anspricht, die sich weniger mit IT-lastigen Themen auseinander setzt. Vielleicht ist die größte Änderung eine ganz andere - nämlich die Verschiebung des StudiVZ vom größten deutschen Social Network hin zum Netzwerk für eine, wenn auch große, “Nische”. Das Reichweite alleine kein Mittel zum Erfolg ist, wird früher oder später auch WKW erkennen. Noch haben sie jedoch die Chance, diese Entwicklung frühzeitig abzufangen. Einen Punkt, den StudiVZ bereits überschritten hat, und nun an mehreren Fronten damit kämpfen muss. Fakt ist, dass noch kein Social Network eine wirklich lukrative Methode zur Monetarisierung gefunden hat (abgesehen vom Freemium-Model ala Xing). Dies ist auch beim oft gelobten Vorbild Facebook nicht der Fall. Ob Facebook Connect den erhofften Effekt bringt, muss sich erst noch beweisen.

Einen wirklichen Gewinner gibt es also zur Zeit meiner Meinung nach nicht. Den Erfolg von WKW können sich die beiden Gründer selbst zuschreiben, denn der liegt zum einen in der breiteren Ausrichtung, und zum anderen in der technisch einfacheren Umsetzung, welche der Zielgruppe entgegen kommt.

Was mich interessieren würde: Gibt es Statistiken über die Nutzerzahlen von StudiVZ, die sich NICHT auf Pageimpressions beziehen?

21
Dezember 2008

Youtube und die Musikindustrie – Manche lernen es nie

Laut einem Artikel auf Spiegel Online muss die Videoplattform Youtube alle Musikvideos von Künstlern des Labels Warner Music entfernen. Dies sei das Resultat aus den gescheiterten Verhandlungen um eine Erhöhung der Beteiligung an den durch Musikvideos erzielten Werbeeinnahmen. Betroffen sind unter Anderem Videos von Madonna, den Red Hot Chilli Peppers oder auch Metallica.

Ich muss zugeben, dass ich überrascht war, als Warner sowie einige andere Labels bekannt gaben, copyright geschützte Videos auf Youtube zuzulassen um im Gegenzug an Werbeeinnahmen teilhaben zu können. Bis dato war die Musikindustrie nicht gerade bekannt dafür, intelligente Lösungen für Copyright-Probleme der heutigen Zeit zu finden.

Laut Aussagen von Brancheninsidern verdienten die großen Labels durch die Kooperation mit Youtube bereits 2-3stelligen Millionenbeträge, Universal alleine 100 Millionen im vergangenen Jahr. Das zumindest Warner Music dieser Betrag als zu gering erscheint, zeigen nun die erneuten Machtspiele. Laut AllThingsDigital ist nicht klar, von wem die Löschung der Videos letztendlich ausging. Eine Änderung der Vertragsbedigungen durch Warner kurz vor Vertragsabschluss soll jedoch zum Scheitern der Verhandlungen geführt haben.

Sometimes, if we can’t reach acceptable business terms, we must part ways with successful partners. - Youtube Blog”

Für mich ist es dabei immernoch unverständlich, wie kurzsichtig sich die großen Labels dabei verhalten. Denn schließlich ist Youtube nicht nur eine Quelle für Werbeeinnahmen, sondern auch ein gigantisches Marketing-Tool. Wie häufig kommt es vor, dass man für eigene Marketingmaßnahmen auch noch bezahlt wird? Durch den Rückzug der Videos verärgert man hauptsächlich die Fans. Etwas Geschick in der Kommunikation vorausgesetzt, könnte Youtube diesen Ärger durchaus gegen Warner kanalisieren, um selbst als Opfer da zu stehen. Ein nicht ganz unkluger Schachzug, sollte die Löschung der Videos von Youtube selbst ausgegangen sein.

Wie es scheint, finden sich die großen Labels also immernoch nicht im Dschungel der Möglichkeiten des Webs zurecht. Es gibt kaum vernünftige Modelle, die neue Möglichkeiten aufgreifen. Sind die Big Player der Branche immernoch geschockt vom starken Rückgang der CD-Verkäufe oder fehlt selbst nach Jahren der sinkenden Umsätze noch das Know How und der Mut, neue Ansätze zu wagen? Ideen von kreativen Startups wie Roccatune, justaloud oder Last.fm gibt es doch zur Genüge (Artikel von ReadWriteWeb zum Thema).

Das Web ist vielfältiger geworden und bedarf daher auch vielfältigen Lösungen. Youtube sollte ein, wenn auch großer, Baustein im Monetarisierungsprozess der Musikindustrie sein. Eine Vielzahl an sinnvollen Kooperationen kann hier Wunder bewirken, um auch gerade den Long Tail anzusprechen. Die Chancen sind besser den je, man muss sie nur nutzen!

Man darf gespannt sein, wie sich die großen Konkurrenten Warner Musics’ verhalten werden, denn auch hier stehen in Kürze Verhandlungen mit Youtube an.

Update: Gerade den Artikel über Youtube fertig, da lese ich schon etwas Interessantes über EMI. Leider komme ich auf EMI.com nicht drauf, aber immerhin liest es sich schonmal ganz interessant.

21
Dezember 2008

Twitpay: Mit Twitter bezahlen

Das Ökosystem rund um Twitter wächst und gedeiht. Las ich gestern bereits etwas über ein neues Twitter-Mashup im Bereich Micro-Deals, so stolperte ich heute über die nächste ecommerce-Applikation für den 140Zeichen-Messaging-Dienst.

Twitpay nennt sich das neue Start-up, welches sich auf Micropayments über die Plattform Twitter spezialisiert hat. Die Idee dahinter ist dabei recht einfach: Twitpay scannt öffentliche Nachrichten auf Twitter nach dem Stichwort twitpay, und verwertet die in der Nachricht enthaltenen Informationen für die Transaktion. Möchte ich meinem Kollegen Geld für das gestrige Mittagessen zurückzahlen, reicht eine einfache Nachricht “@Michael $10 für Mittagessen von gestern” und schon wird der Betrag auf sein Twitpay-Konto transferiert. Das Twitpay noch ganz am Anfang steht, zeigt sich jedoch auch in den beschränkten Möglichkeiten, das transferierte Geld weiter zu verwenden. Zur Zeit ist eine Auszahlung nur in Form von Amazon Gift Cards möglich, sobald das Guthaben 10$ erreicht hat. Ich habe jedoch keine Zweifel, dass mit steigender Unterstützung durch VCs und Business Angels und etwas mehr Zeit auch interessantere Möglichkeiten zur Handhabung des Guthabens implementiert werden können.

Twitpay Screenshot - Quelle: Blog New York Times

Das Business Modell von Twitpay folgt ebenfalls einem recht einfachen, aber solidem Prinzip. Twitpay berechnet für jede Transaktion über 1$ eine Bearbeitungsgebühr von 5 Cent. Transaktionen sind im Wert von 0.01$ bis 50$ möglich. Ob das System auch Euro-Beträge erkennt, konnte ich leider noch nicht herausfinden.

Twitpay ist, wie Twitter selbst, sicherlich kein Produkt für die Masse. Hier zu Lande ist Twitter hauptsächlich in IT-nahen Kreisen verbreitet, und selbst dort eher ein Service für Early Adopters. Die Nutzerzahlen von Twitter zeigen jedoch dessen steigende Verbreitung. Business Modelle, die auf Twitter aufsetzen, haben daher sicherlich ihre Berechtigung, stehen und fallen jedoch mit der weiteren Akzeptanz von Twitter. Aber auch für Twitter selbst stellt ein Payment-Service eine Chance zur soliden Monetarisierung des eigenen Services dar, denn trotz steigender Nutzerzahlen ist das weiterhin ein elementares Problem des twitterschen Business Modells.

Twitter Nutzerstatistiken - Quelle: Compete.com

19
Dezember 2008

Xing schluckt Socialmedian

Das im europäischen Raum führende Business Network Xing verleibt sich den, in New York ansässigen  “Social News Service” Socialmedian Inc. ein. Auf dem Xing Blog heißt es:

Why do we think that socialmedian is a perfect fit for XING? Here´s why: In business success depends on access to the right information at the right time. Both the speed of information and the sheer volume of data have increased rapidly due to the rise of the internet. Traditional media companies, social media such as blogs, tweets, videos and other user-generated websites now provide daily news, leading to a veritable flood of information. The consequence: Time-strapped professionals are forced to parse through numerous news sources for relevant information and sort, organize, and share stories on their own.

Diese Meldung kommt für mich nicht überraschend, so hatte doch Xing Gründer Lars Hinrichs bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass sich Xing in einigen Bereichen, darunter auch Business News, breiter aufstellen möchte. Ein schlauer Zug, ermöglicht doch eine inhaltliche Aufwertung des xingschen Informationsangebots sowohl eine stärkere Kundenbindung, als auch höhere Verweildauer der Nutzer auf der Seite.

Mit Socialmedian hat man darüber hinaus auch einen Partner gewonnen, welcher auf die Distribution von Nachrichten auf Basis von Social Media Daten spezialisiert ist. Auf den ersten Blick also ein schlauer Schachzug des erfolgreichen Hamburger (Ex-)Startups. Ich bin gespannt in welche Bereiche Xing sich noch erweitern wird.

Darüber hinaus kann Socialmedian auf ein recht beachtliches Wachstum zurückblicken. Hier im Vergleich mit Xing:

Xing vs. Socialmedian Unique Visitors - Quelle: Compete.com

Socialmedian CEO Jason Goldberg wird ebenfalls in der Xing-Familie aufgenommen und siedelt daher nach Hamburg um. Ebenso werden alle Mitarbeiter von Socialmedian in den Mitarbeiterstamm von Xing übersiedeln. Xing möchte Socialmedian in Zukunft sowohl als Stand-Alone, als auch als integrierte Servicelösung für Xing weiter voran treiben.

Update: PaidContent.org beziffert die Kaufsumme auf 4Mio USD in Cash und Aktion sowie einen performance basierten Earn-Out von 0,5-2,5Mio USD innerhalb von 3 Jahren.

Ads

Archive



Categories

Let's Get in Touch


 No HTML Tags allowed