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21
Dezember 2008



Twitpay: Mit Twitter bezahlen

Das Ökosystem rund um Twitter wächst und gedeiht. Las ich gestern bereits etwas über ein neues Twitter-Mashup im Bereich Micro-Deals, so stolperte ich heute über die nächste ecommerce-Applikation für den 140Zeichen-Messaging-Dienst.

Twitpay nennt sich das neue Start-up, welches sich auf Micropayments über die Plattform Twitter spezialisiert hat. Die Idee dahinter ist dabei recht einfach: Twitpay scannt öffentliche Nachrichten auf Twitter nach dem Stichwort twitpay, und verwertet die in der Nachricht enthaltenen Informationen für die Transaktion. Möchte ich meinem Kollegen Geld für das gestrige Mittagessen zurückzahlen, reicht eine einfache Nachricht “@Michael $10 für Mittagessen von gestern” und schon wird der Betrag auf sein Twitpay-Konto transferiert. Das Twitpay noch ganz am Anfang steht, zeigt sich jedoch auch in den beschränkten Möglichkeiten, das transferierte Geld weiter zu verwenden. Zur Zeit ist eine Auszahlung nur in Form von Amazon Gift Cards möglich, sobald das Guthaben 10$ erreicht hat. Ich habe jedoch keine Zweifel, dass mit steigender Unterstützung durch VCs und Business Angels und etwas mehr Zeit auch interessantere Möglichkeiten zur Handhabung des Guthabens implementiert werden können.

Twitpay Screenshot - Quelle: Blog New York Times

Das Business Modell von Twitpay folgt ebenfalls einem recht einfachen, aber solidem Prinzip. Twitpay berechnet für jede Transaktion über 1$ eine Bearbeitungsgebühr von 5 Cent. Transaktionen sind im Wert von 0.01$ bis 50$ möglich. Ob das System auch Euro-Beträge erkennt, konnte ich leider noch nicht herausfinden.

Twitpay ist, wie Twitter selbst, sicherlich kein Produkt für die Masse. Hier zu Lande ist Twitter hauptsächlich in IT-nahen Kreisen verbreitet, und selbst dort eher ein Service für Early Adopters. Die Nutzerzahlen von Twitter zeigen jedoch dessen steigende Verbreitung. Business Modelle, die auf Twitter aufsetzen, haben daher sicherlich ihre Berechtigung, stehen und fallen jedoch mit der weiteren Akzeptanz von Twitter. Aber auch für Twitter selbst stellt ein Payment-Service eine Chance zur soliden Monetarisierung des eigenen Services dar, denn trotz steigender Nutzerzahlen ist das weiterhin ein elementares Problem des twitterschen Business Modells.

Twitter Nutzerstatistiken - Quelle: Compete.com

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by Sebastian Schäffer


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2 comments on "Twitpay: Mit Twitter bezahlen"
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Jetzt erst gesehen: Coole Sache, bezahlen per Twitter mit http://twitpay.me | Siehe auch http://is.gd/fbwT (deu) und http://is.gd/cprT (eng)

Twitpay - Mit Twitter bezahlen: http://tinyurl.com/9qlgyn


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