StudiVZ: Auslandsportale werden eingestellt
Laut einem Artikel auf Onlinekosten.de werden vier Auslandsportale der VZ-Gruppe, genauer gesagt die Ableger in Spanien und Italien sowie in Frankreich und Polen demnächst abgeschaltet. Man will sich mehr auf den deutschen Markt konzentrieren heißt es.
Dieser Schritt ist nur ein weiteres Zeichen, dass es in den Büros der VZ-Gruppe heftig brodelt - woran sicherlich der Druck seitens Holzbrinck nach mehreren gescheiterten Verhandlungen (Facebook sowie United Internet) nicht ganz unschuldig ist. Will man nun aus eigener Kraft den schwierigen Weg der Monetarisierung gehen oder poliert man vielmehr das Boot noch einmal auf, bevor es verkauft wird? Gerüchte besagen, dass Holzbrinck die VZ-Gruppe gerne loswerden würde, denn ob man 2009 erstmals schwarze Zahlen schreiben wird ist immernoch recht fraglich. Ein wirklicher Gewinn ist sogar erst für 2010 angepeilt.
Bereits in den vergangenen Wochen fiel mir die verstärkte Aktivität auf, die vor allem auch die IT-Abteilung von StudiVZ an den Tag legte. Vermehrte Releases neuer Features wie das Fotoalbum oder die neue Freundesliste verwunderten mich nach einer so langen Zeit des Stillstands.
Eines muss man dem Berliner Startup jedoch lassen - sie geben nicht viel auf die doch sehr hinkenden Vergleiche zu Wer-kennt-wen, denn Pageimpressions sind gerade im Zeitalter von JavaScript und AJAX kein sonderlich brauchbare Vergleichsmöglichkeit.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze im Laufe der nächsten Monate entwickeln wird, und ob die Verbesserungen auch weiterhin konsequent umgesetzt werden. Es gäbe noch viel zu tun - besonders eine, für die Anforderungen von Mobile Devices ausgelegte Version täte dem Social Network sehr gut. Oder besser gleich eine iPhone-Application. Pretty pretty please?
Realistisch gesehen glaube ich jedoch nicht, dass Holtzbrinck wirklich noch lange Geld in eine Runderneuerung stecken will. Durch die Schließung der Auslandsportale überlässt man diesen Markt nun völlig den wirklich Großen der Social Network Szene. Und diese sind technisch bei weitem besser aufgestellt als StudiVZ. Früher oder später wird sich ein Käufer finden, und Holtzbrinck wird sich nur all zu gerne von der schweren Last befreien.
Update: Lese gerade auf Twitter dass CTO und Co-Founder Dennis Bemmann sowie COO Michael Brehm StudiVZ verlassen. Und hier die eigentliche Quelle.
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