Community Management – Part 1 – Einleitung
Ich arbeite zur Zeit an einem Whitepaper für Community Management mit dem Schwerpunkt auf Gaming Communities und möchte die Ergebnisse gerne hier zur Diskussion stellen, um darauf basierend den Artikel zu erweitern. Es gibt sicherlich viele Aspekte des CM, welche ich noch nicht bedacht habe, daher würde ich mich über Feedback freuen. Ziel ist es, mit diesem Artikel die Arbeit eines CM etwas genauer zu definieren und die verschiedenen Möglichkeiten und Tools, die einem CM zur Verfügung stehen, zu beschreiben. Im ersten Schritt folgt hier also die Einleitung des Artikels. Sie soll im wesentlichen das “Warum” klären - also die Daseinsberechtigung des Community Managements.
Zum Hintergrund: Der Artikel soll mir vor allem intern dabei helfen, neue CMs auf ihre Aufgaben vorzubereiten und ihnen das breite Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen. Es soll also keine wissenschaftliche Abhandlung werden sondern lieber kurz und bündig.
Einleitung
„Märkte sind Gespräche“ postulierte das Cluetrain Manifest (Levine, 1999) im Jahr 2000.
„For thousands of years, we knew exactly what markets were: conversations between people who sought out others who shared the same interests. Buyers had as much to say as sellers. They spoke directly to each other without the filter of media, the artifice of positioning statements, the arrogance of advertising, or the shading of public relations.“ (Levine, 1999).
Durch das Aufkommen der Massenmedien veränderten sich diese direkten Gespräche jedoch hin zur Massenkommunikation. Persönliche Ansprachen wurden durch unpersönliche Massenwerbung ersetzt. Diese persönliche Note ist es jedoch, die das Kernelement der Communityarbeit darstellt.
„The customer doesn’t want to hear from business, thank you very much. The message that gets broadcast to you, me, and the rest of the earth’s population has nothing to do with me in particular. It’s worse than noise. It’s an interruption. It’s the Anti- Conversation.” (Levine, 1999)
Diese persönliche Ansprache ist jedoch wesentlich aufwändiger bei einer geringeren Reichweite, was sicherlich teilweise die Begründung für die eher stiefmütterliche Behandlung des Bereichs im Vergleich zur Marketing- und PR-Arbeit ist – bis heute.
Veränderungen der Communitystrukturen
Die Veränderungen des Internets der letzten Jahre, die sowohl technischer Natur sind, aber auch das Nutzungsverhalten vieler User beeinflussten, brachten auch tiefgreifende Änderungen mit sich, wie Community-Arbeit in der heutigen Zeit funktioniert.
Noch vor wenigen Jahren, in denen vor allem eher technisch versierte Nutzer das Internet als Informationsplattform nutzten, konzentrierten sich Communities zu einem Produkt auf wenige, leicht zu identifizierende Bereiche. Gerade im Unterhaltungssoftwarebereich bildeten sich schnell einzelne Communityplattformen heraus, die oft von Fans des Produkts auf freiwilliger Basis betrieben wurden. Hinzu kamen Plattformen der großen Zeitschriften und Magazine, die sich mit dem Themenbereich beschäftigten. Insgesamt blieb die Anzahl der Communities jedoch übersichtlich und so für den Community Manager leicht kontrollierbar.
Die damalige Struktur besteht in einigen Punkten auch heute noch. Noch immer gibt es viele Fansites und Community-Portale auf freiwilliger oder kommerzieller Basis. Ebenso existieren viele der von Magazinen betriebenen Plattformen, die weiterhin eine große Nutzerzahl um sich sammeln. War das Feld jedoch damals überschaubar, so stellt es sich heute als wesentlich vielseitiger, aber auch chaotischer dar. Das Internet wurde zum Massenmedium, und somit fanden eine Vielzahl an weiteren Zielgruppen den Weg ins Netz. Neue Communityplattformen auf Basis aktueller Technik enstanden und stellen Community Manager vor neue Aufgaben.
To be continued…
That's it. What Next?
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11/03/10