Welcome. This is a blog about Information Architecture, Webdesign, Webdevelopment and everything else that I might find interesting. I write about my work, my experiences and what I read on the web. Enjoy!

Archive for Dezember, 2008

24
Dezember 2008

Immer mehr Ärger um StudiVZ

studvzlogoDas StudiVZ steht zur Zeit nicht unter dem besten Stern, denn nun bekommt die Holtzbrinck-Tochter Ärger an einer weiteren Front. Laut einem Bericht der FTD erwägen die früheren Anteilseigner und Gründer Dasiani und Suter den Verlag “wegen nicht gemachter Abmachungen zu verklagen”.

Hierbei geht es wohl im Speziellen um die performanceabhängigen Zahlungen, die Dasiani und Suter neben der einmaligen Zahlung von geschätzen 85Mio Euro zustehen. Als Begründung für die mögliche Klage geben die Beiden an, dass das Nicht-Erreichen bestimmter Meilensteine (Reichweite, Umsatz etc.), an welche die Zahlungen geknüpft waren, durch die Unternehmensführung mitverschuldet wurde. Wie z.B. eine Öffnung von StudiVZ für externe Applikationen der VZ-Gruppe mittel- und langfristig hätte helfen können, kann man im Artikel “Der StudiVZ-Effekt, Teil 2: Plattform- statt Portaldenken” nachlesen.

Auf vielen Blogs lese ich zur Zeit, dass der große Konkurrent Wer-kennt-wen.de den großen Nutzen aus der Misere bei Holtzbrinck ziehen wird. Ich persönlich bin nicht sicher, ob die Probleme bei StudiVZ einen großen Einfluss auf den Erfolg von WKW haben werden, denn letzten Endes stehen beide Netzwerke vor dem gleichen Problem - der Monetarisierung. Auch bei WKW sehe ich hier noch keine viel versprechenden Ansätze in dieser Richtung. Und nachdem die beiden Gründer im kürzlich erschienenen FAZ-Interview verkündeten, gerade aus Rücksicht auf die weniger internetaffine Nutzergemeinde von WKW, auf große technische Neuerungen (wie eine API) zu verzichten, wird hier wohl ein anderes Model für stärkere Einnahmen sorgen müssen.

Auch PR-seitig werden wohl viele Nutzer von WKW die Probleme bei Holtzbrinck nicht mitbekommen, da WKW ja gerade eine Zielgruppe anspricht, die sich weniger mit IT-lastigen Themen auseinander setzt. Vielleicht ist die größte Änderung eine ganz andere - nämlich die Verschiebung des StudiVZ vom größten deutschen Social Network hin zum Netzwerk für eine, wenn auch große, “Nische”. Das Reichweite alleine kein Mittel zum Erfolg ist, wird früher oder später auch WKW erkennen. Noch haben sie jedoch die Chance, diese Entwicklung frühzeitig abzufangen. Einen Punkt, den StudiVZ bereits überschritten hat, und nun an mehreren Fronten damit kämpfen muss. Fakt ist, dass noch kein Social Network eine wirklich lukrative Methode zur Monetarisierung gefunden hat (abgesehen vom Freemium-Model ala Xing). Dies ist auch beim oft gelobten Vorbild Facebook nicht der Fall. Ob Facebook Connect den erhofften Effekt bringt, muss sich erst noch beweisen.

Einen wirklichen Gewinner gibt es also zur Zeit meiner Meinung nach nicht. Den Erfolg von WKW können sich die beiden Gründer selbst zuschreiben, denn der liegt zum einen in der breiteren Ausrichtung, und zum anderen in der technisch einfacheren Umsetzung, welche der Zielgruppe entgegen kommt.

Was mich interessieren würde: Gibt es Statistiken über die Nutzerzahlen von StudiVZ, die sich NICHT auf Pageimpressions beziehen?

23
Dezember 2008

Wrap-Up – StudiVZ, 2008 Rückblicke, Facebook, WKW

Da ich die letzten beiden Tage mit Packen, Shoppen sowie der Reise in die Heimat beschäftigt war, muss ich leider in einem Beitrag zusammenfassen, was in den letzten beiden Tagen für mich interessantes passiert ist. Im Laufe der nächsten Tage werde ich, sofern es die Familie zulässt, aber wieder etwas mehr schreiben.

Netzwertig - Der StudiVZ-Effekt
Auf Netzwertig.com gibt es wieder einen interessanten Artikel über StudiVZ und dessen verpasste Chancen, die Vormachtstellung im deutschsprachigen Raum zu sichern. Stimme dem Artikel, wie so oft, weitestgehend zu. Ich sehe es nicht ganz so dramatisch, da ich glaube, dass StudiVZ immernoch Chancen hat, den schwindenden Vorsprung zu sichern. Ich bin aber auch der Meinung, dass sie das nicht tun werden, sondern sich lieber einen Käufer für das sinkende Boot suchen.

SmashingMagazine - Rückblick aufs Jahr 2008
Ich lese das SmashingMagazine vor allem wegen der oft sehr guten Design- und Trendanalysen, Tutorials, aber auch weil ich mir dort gerne Inspiration für eigene Projekte hole. Gestern hat nun das SM einen Jahresrückblick veröffentlicht, der alle interessanten Themen des Jahres 2008 noch einmal aufgreift. Dort sind einige sehr interessante Artikel zu finden, daher ist der Beitrag sicherlich für jeden einen Blick wert. Meine Favoriten sind:

- 10 princibles of effective webdesign
- Grid Based Design: Six Creative Column Techniques
- Web Form Design: Modern Solutions and Creative Ideas
- Web Form Design Patterns: Sign-Up Forms
- Pricing Tables: Examples and Best Practices


Netzwertig - Facebook Apps und Facebook Connect ergänzen sich gegenseitig
Ebenfalls ein recht interessanter Artikel über Facebook gibt es ebenfalls auf Netzwertig.com. Marcel Weiss fasst hier übersichtlich zusammen, wie FB Connect und die Apps in Zukunft zusammen spielen werden, und wie Social Networks im Allgemeinen, und Facebook im Speziellen, “Infrastrukturanbieter für alles, was auf der Grundlage des Social Graphs möglich ist” werden. Wir werden in Zukunft sicherlich mehr und mehr Services sehen, die Technologien wie Open Social, Facebook Connect nutzen, um ihr eigenes Angebot zu erweitern.

Netzökonom - WKW Gründer suchen weiteren Geschäftsführer
In einem, von der FAZ geführten, Interview erzählen die 2 Gründer des erfolgreichen Social Networks Wer kennt Wen von ihren Expansionsplänen auf dem deutschen Markt sowie der Suche nach einem weiteren Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft.


Ich wünsche euch allen ein paar frohe Weihnachtsfeiertage und nützliche Geschenke! :)


21
Dezember 2008

Youtube und die Musikindustrie – Manche lernen es nie

Laut einem Artikel auf Spiegel Online muss die Videoplattform Youtube alle Musikvideos von Künstlern des Labels Warner Music entfernen. Dies sei das Resultat aus den gescheiterten Verhandlungen um eine Erhöhung der Beteiligung an den durch Musikvideos erzielten Werbeeinnahmen. Betroffen sind unter Anderem Videos von Madonna, den Red Hot Chilli Peppers oder auch Metallica.

Ich muss zugeben, dass ich überrascht war, als Warner sowie einige andere Labels bekannt gaben, copyright geschützte Videos auf Youtube zuzulassen um im Gegenzug an Werbeeinnahmen teilhaben zu können. Bis dato war die Musikindustrie nicht gerade bekannt dafür, intelligente Lösungen für Copyright-Probleme der heutigen Zeit zu finden.

Laut Aussagen von Brancheninsidern verdienten die großen Labels durch die Kooperation mit Youtube bereits 2-3stelligen Millionenbeträge, Universal alleine 100 Millionen im vergangenen Jahr. Das zumindest Warner Music dieser Betrag als zu gering erscheint, zeigen nun die erneuten Machtspiele. Laut AllThingsDigital ist nicht klar, von wem die Löschung der Videos letztendlich ausging. Eine Änderung der Vertragsbedigungen durch Warner kurz vor Vertragsabschluss soll jedoch zum Scheitern der Verhandlungen geführt haben.

Sometimes, if we can’t reach acceptable business terms, we must part ways with successful partners. - Youtube Blog”

Für mich ist es dabei immernoch unverständlich, wie kurzsichtig sich die großen Labels dabei verhalten. Denn schließlich ist Youtube nicht nur eine Quelle für Werbeeinnahmen, sondern auch ein gigantisches Marketing-Tool. Wie häufig kommt es vor, dass man für eigene Marketingmaßnahmen auch noch bezahlt wird? Durch den Rückzug der Videos verärgert man hauptsächlich die Fans. Etwas Geschick in der Kommunikation vorausgesetzt, könnte Youtube diesen Ärger durchaus gegen Warner kanalisieren, um selbst als Opfer da zu stehen. Ein nicht ganz unkluger Schachzug, sollte die Löschung der Videos von Youtube selbst ausgegangen sein.

Wie es scheint, finden sich die großen Labels also immernoch nicht im Dschungel der Möglichkeiten des Webs zurecht. Es gibt kaum vernünftige Modelle, die neue Möglichkeiten aufgreifen. Sind die Big Player der Branche immernoch geschockt vom starken Rückgang der CD-Verkäufe oder fehlt selbst nach Jahren der sinkenden Umsätze noch das Know How und der Mut, neue Ansätze zu wagen? Ideen von kreativen Startups wie Roccatune, justaloud oder Last.fm gibt es doch zur Genüge (Artikel von ReadWriteWeb zum Thema).

Das Web ist vielfältiger geworden und bedarf daher auch vielfältigen Lösungen. Youtube sollte ein, wenn auch großer, Baustein im Monetarisierungsprozess der Musikindustrie sein. Eine Vielzahl an sinnvollen Kooperationen kann hier Wunder bewirken, um auch gerade den Long Tail anzusprechen. Die Chancen sind besser den je, man muss sie nur nutzen!

Man darf gespannt sein, wie sich die großen Konkurrenten Warner Musics’ verhalten werden, denn auch hier stehen in Kürze Verhandlungen mit Youtube an.

Update: Gerade den Artikel über Youtube fertig, da lese ich schon etwas Interessantes über EMI. Leider komme ich auf EMI.com nicht drauf, aber immerhin liest es sich schonmal ganz interessant.

21
Dezember 2008

Twitpay: Mit Twitter bezahlen

Das Ökosystem rund um Twitter wächst und gedeiht. Las ich gestern bereits etwas über ein neues Twitter-Mashup im Bereich Micro-Deals, so stolperte ich heute über die nächste ecommerce-Applikation für den 140Zeichen-Messaging-Dienst.

Twitpay nennt sich das neue Start-up, welches sich auf Micropayments über die Plattform Twitter spezialisiert hat. Die Idee dahinter ist dabei recht einfach: Twitpay scannt öffentliche Nachrichten auf Twitter nach dem Stichwort twitpay, und verwertet die in der Nachricht enthaltenen Informationen für die Transaktion. Möchte ich meinem Kollegen Geld für das gestrige Mittagessen zurückzahlen, reicht eine einfache Nachricht “@Michael $10 für Mittagessen von gestern” und schon wird der Betrag auf sein Twitpay-Konto transferiert. Das Twitpay noch ganz am Anfang steht, zeigt sich jedoch auch in den beschränkten Möglichkeiten, das transferierte Geld weiter zu verwenden. Zur Zeit ist eine Auszahlung nur in Form von Amazon Gift Cards möglich, sobald das Guthaben 10$ erreicht hat. Ich habe jedoch keine Zweifel, dass mit steigender Unterstützung durch VCs und Business Angels und etwas mehr Zeit auch interessantere Möglichkeiten zur Handhabung des Guthabens implementiert werden können.

Twitpay Screenshot - Quelle: Blog New York Times

Das Business Modell von Twitpay folgt ebenfalls einem recht einfachen, aber solidem Prinzip. Twitpay berechnet für jede Transaktion über 1$ eine Bearbeitungsgebühr von 5 Cent. Transaktionen sind im Wert von 0.01$ bis 50$ möglich. Ob das System auch Euro-Beträge erkennt, konnte ich leider noch nicht herausfinden.

Twitpay ist, wie Twitter selbst, sicherlich kein Produkt für die Masse. Hier zu Lande ist Twitter hauptsächlich in IT-nahen Kreisen verbreitet, und selbst dort eher ein Service für Early Adopters. Die Nutzerzahlen von Twitter zeigen jedoch dessen steigende Verbreitung. Business Modelle, die auf Twitter aufsetzen, haben daher sicherlich ihre Berechtigung, stehen und fallen jedoch mit der weiteren Akzeptanz von Twitter. Aber auch für Twitter selbst stellt ein Payment-Service eine Chance zur soliden Monetarisierung des eigenen Services dar, denn trotz steigender Nutzerzahlen ist das weiterhin ein elementares Problem des twitterschen Business Modells.

Twitter Nutzerstatistiken - Quelle: Compete.com

19
Dezember 2008

Xing schluckt Socialmedian

Das im europäischen Raum führende Business Network Xing verleibt sich den, in New York ansässigen  “Social News Service” Socialmedian Inc. ein. Auf dem Xing Blog heißt es:

Why do we think that socialmedian is a perfect fit for XING? Here´s why: In business success depends on access to the right information at the right time. Both the speed of information and the sheer volume of data have increased rapidly due to the rise of the internet. Traditional media companies, social media such as blogs, tweets, videos and other user-generated websites now provide daily news, leading to a veritable flood of information. The consequence: Time-strapped professionals are forced to parse through numerous news sources for relevant information and sort, organize, and share stories on their own.

Diese Meldung kommt für mich nicht überraschend, so hatte doch Xing Gründer Lars Hinrichs bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass sich Xing in einigen Bereichen, darunter auch Business News, breiter aufstellen möchte. Ein schlauer Zug, ermöglicht doch eine inhaltliche Aufwertung des xingschen Informationsangebots sowohl eine stärkere Kundenbindung, als auch höhere Verweildauer der Nutzer auf der Seite.

Mit Socialmedian hat man darüber hinaus auch einen Partner gewonnen, welcher auf die Distribution von Nachrichten auf Basis von Social Media Daten spezialisiert ist. Auf den ersten Blick also ein schlauer Schachzug des erfolgreichen Hamburger (Ex-)Startups. Ich bin gespannt in welche Bereiche Xing sich noch erweitern wird.

Darüber hinaus kann Socialmedian auf ein recht beachtliches Wachstum zurückblicken. Hier im Vergleich mit Xing:

Xing vs. Socialmedian Unique Visitors - Quelle: Compete.com

Socialmedian CEO Jason Goldberg wird ebenfalls in der Xing-Familie aufgenommen und siedelt daher nach Hamburg um. Ebenso werden alle Mitarbeiter von Socialmedian in den Mitarbeiterstamm von Xing übersiedeln. Xing möchte Socialmedian in Zukunft sowohl als Stand-Alone, als auch als integrierte Servicelösung für Xing weiter voran treiben.

Update: PaidContent.org beziffert die Kaufsumme auf 4Mio USD in Cash und Aktion sowie einen performance basierten Earn-Out von 0,5-2,5Mio USD innerhalb von 3 Jahren.

18
Dezember 2008

Netzwertig: Das Komplexitätsproblem von Social Media Marketing

Super Artikel! Lesenswert nicht nur für Marketingmuggles :: Das Komplexitätsproblem von Social Media Marketing

18
Dezember 2008

Myspace: Abkehr von der Anonymität

Wie PC Professionell berichtet, wendet das erfolgreiche Social Network Myspace der Anonymität den Rücken zu. Nutzer sollen mittelfristig dazu bewegt werden, ihre Real-Namen zu verwenden, um so auch die Transparenz untereinander zu erhöhen.

Die eigentlich Motivation liegt jedoch wohl eher an anderer Stelle, nämlich der Bedeutung von Real-Namen für die Monetarisierung des Netzwerks durch Marketing und Services von Drittanbietern. Als weiterer Grund wird der Erfolg von Facebook angegeben, welches seit jeher auf die echten Namen der Nutzer setzt.

Die grundsätzlichen demographischen Unterschiede zwischen Myspace und Facebook (wenn auch nicht mehr so stark, wie in einigen Artikel beschrieben) lassen einen direkten Vergleich meiner Meinung nach jedoch nur bedingt zu. Hier scheint man zu vergessen, dass man es mit einem Publikum zu tun hat, welches sich von Facebook unterscheidet, und somit auch ein anderes Nutzungsverhalten an den Tag legt.

Andererseits verändert sich die Demographie von Myspace seit dessen Launch immer mehr. War dort zu Anfang ein hauptsächlich junges Publikum zu finden, so waren 2006 bereits 2/3 der User über 25 Jahre. Mittelfristig mag diese Umstellung also dem neuen Publikum, und vor allem den Monetarisierungszielen von Mypace gerecht werden. Es bleibt abzuwarten, ob da “Wegfallen” der Anonymität weiteren Einfluss auf die Demographie von Myspace haben wird. Gerade den jungen Nutzern, die Myspace als ihre Spielwiese ansahen, könnte diese Veränderung übel aufstoßen.

17
Dezember 2008

Best of 2008 – Sammlung ausgezeichneter Graphic Design Tutorials

Normalerweise ist das Smashing Magazine mein Favorit, wenn es um Design geht. Heute jedoch habe ich eine sehr gute Sammlung Graphic Design Tutorials beim englischen Designshack gefunden. Sicherlich einen Blick wert. Besonders nützlich finde ich “40 Cool Beauty Amplifying Photoshop Effects”, da es gerade in diesem Bereich viele eher schlechte Tutorials gibt. Für Hobbydesigner sicherlich interessant, und evtl. ist auch für den ein oder anderen Profi etwas nützliches dabei.

17
Dezember 2008

Community Management – Part 1 – Einleitung

Ich arbeite zur Zeit an einem Whitepaper für Community Management mit dem Schwerpunkt auf Gaming Communities und möchte die Ergebnisse gerne hier zur Diskussion stellen, um darauf basierend den Artikel zu erweitern. Es gibt sicherlich viele Aspekte des CM, welche ich noch nicht bedacht habe, daher würde ich mich über Feedback freuen.  Ziel ist es, mit diesem Artikel die Arbeit eines CM etwas genauer zu definieren und die verschiedenen Möglichkeiten und Tools, die einem CM zur Verfügung stehen, zu beschreiben. Im ersten Schritt folgt hier also die Einleitung des Artikels. Sie soll im wesentlichen das “Warum” klären - also die Daseinsberechtigung des Community Managements.

Zum Hintergrund: Der Artikel soll mir vor allem intern dabei helfen, neue CMs auf ihre Aufgaben vorzubereiten und ihnen das breite Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen. Es soll also keine wissenschaftliche Abhandlung werden sondern lieber kurz und bündig.

Einleitung
„Märkte sind Gespräche“ postulierte das Cluetrain Manifest (Levine, 1999) im Jahr 2000.

„For thousands of years, we knew exactly what markets were: conversations between people who sought out others who shared the same interests. Buyers had as much to say as sellers. They spoke directly to each other without the filter of media, the artifice of positioning statements, the arrogance of advertising, or the shading of public relations.“ (Levine, 1999).

Durch das Aufkommen der Massenmedien veränderten sich diese direkten Gespräche jedoch hin zur Massenkommunikation. Persönliche Ansprachen wurden durch unpersönliche Massenwerbung ersetzt. Diese persönliche Note ist es jedoch, die das Kernelement der Communityarbeit darstellt.

„The customer doesn’t want to hear from business, thank you very much. The message that gets broadcast to you, me, and the rest of the earth’s population has nothing to do with me in particular. It’s worse than noise. It’s an interruption. It’s the Anti- Conversation.” (Levine, 1999)

Diese persönliche Ansprache ist jedoch wesentlich aufwändiger bei einer geringeren Reichweite, was sicherlich teilweise die Begründung für die eher stiefmütterliche Behandlung des Bereichs im Vergleich zur Marketing- und PR-Arbeit ist – bis heute.

Veränderungen der Communitystrukturen
Die Veränderungen des Internets der letzten Jahre, die sowohl technischer Natur sind, aber auch das Nutzungsverhalten vieler User beeinflussten, brachten auch tiefgreifende Änderungen mit sich, wie Community-Arbeit in der heutigen Zeit funktioniert.

Noch vor wenigen Jahren, in denen vor allem eher technisch versierte Nutzer das Internet als Informationsplattform nutzten, konzentrierten sich Communities zu einem Produkt auf wenige, leicht zu identifizierende Bereiche. Gerade im Unterhaltungssoftwarebereich bildeten sich schnell einzelne Communityplattformen heraus, die oft von Fans des Produkts auf freiwilliger Basis betrieben wurden. Hinzu kamen Plattformen der großen Zeitschriften und Magazine, die sich mit dem Themenbereich beschäftigten. Insgesamt blieb die Anzahl der Communities jedoch übersichtlich und so für den Community Manager leicht kontrollierbar.

Die damalige Struktur besteht in einigen Punkten auch heute noch. Noch immer gibt es viele Fansites und Community-Portale auf freiwilliger oder kommerzieller Basis. Ebenso existieren viele der von Magazinen betriebenen Plattformen, die weiterhin eine große Nutzerzahl um sich sammeln. War das Feld jedoch damals überschaubar, so stellt es sich heute als wesentlich vielseitiger, aber auch chaotischer dar. Das Internet wurde zum Massenmedium, und somit fanden eine Vielzahl an weiteren Zielgruppen den Weg ins Netz. Neue Communityplattformen auf Basis aktueller Technik enstanden und stellen Community Manager vor neue Aufgaben.

To be continued…

17
Dezember 2008

Social Media auf den Punkt gebracht

Social Media auf den Punkt gebracht bei Scobleizer :: Geek and Poke pokes at me

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